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veröffentlicht am 17. Juni 2010

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Ausstellung „Schweigespuren“  in der Gedenkstätte

Ladelund

Vom 20. Juni bis 5. September zeigt die KZ Gedenk- und Begegnungsstätte eine Sonderausstellung unter dem Titel „Schweigespuren“. Sie besteht aus elf Bildern von Uwe Appold zu Gedichten von Paul Celan.

Im Jahr 2008 schuf der Flensburger Künstler Uwe Appold (Jahrgang 1942) den Zyklus Schweigespuren. Er schreibt dazu: „In den Bildern wurden unter anderem Friedhofserde, Buchstaben, und Asche verwendet. Die Buchstaben entstammen dem Burgdorfer Gedenkfries, bei dessen Erarbeitung die Namen und Daten von 62 jüdischen Opfern des Nationalsozialismus aus dem Malgrund heraus gebrochen wurden und Spuren in der Erde vom jüdischen Friedhof in Burgdorf auf der Leinwand hinterließen.“ Die Arbeiten wurden inspiriert von Gedichten und Wortschöpfungen des Lyrikers Paul Celan (1920-1970), dessen Lebens- und Familiengeschichte vom jüdischen Holocaust überschattet war.

In der KZ Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund werden diese Arbeiten nun erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags (10 bis 16 Uhr), sonnabends und sonntags (14 bis 16 Uhr) sowie nach nach Vereinbarung. In der Kirche St. Petri wird zeitgleich das Triptychon aus dem Perceval-Zyklus von Uwe Appold zu sehen sein.

Ausstellungseröffnung ist am Sonntag, 20. Juni, um 16 Uhr in Anwesenheit des Künstlers Uwe Appold. Der Musiker Manfred Burmeister hat sich mit den Bildern von Appold und den Gedichten von Celan musikalisch befasst und eine Klang-Collage geschaffen, die im Rahmen der Ausstellungseröffnung aufgeführt wird. Um 18 Uhr findet in der St. Petri-Kirche ein Gottesdienst mit Pastor H.J. Stuck statt. Die Predigt/ Bildmeditation zum Triptychon hält Karin Penno-Burmeister, Leiterin der KZ Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund.

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