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	<title>KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund &#187; 27. Januar</title>
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		<title>Rückblick auf Entstehung und Verdienste der Gedenkstätte</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 18:24:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin Penno-Burmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[27. Januar]]></category>
		<category><![CDATA[Presse-Echo]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/wp-content/uploads/tailor10.jpg"><img src="http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/wp-content/uploads/tailor10.jpg" alt="" title="Vortrag 27. Januar 2012" width="521" height="642" class="aligncenter size-full wp-image-779" /></a></p>
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		<title>„Erinnern – Mahnen – Lernen“ 27. Januar 2012</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 15:36:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin Penno-Burmeister</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gedenken und Begegnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Presse-Echo]]></category>

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		<description><![CDATA[Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag / sh:z am 30. Januar 2012 „Erinnern – Mahnen – Lernen“ Gedenken an die Opfer des NS-Regimes LADELUND Seit der frühere Bundespräsident Roman Herzog im Jahre 1996 den 27. Januar als Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus proklamierte, wird dieser auch in Ladelund als dem Standort einer einstigen Außenstelle des KZ Neuengamme in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag / sh:z am 30. Januar 201</em>2</p>
<p><a href="http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/wp-content/uploads/tailor8.jpg"><img class="size-medium wp-image-754 alignleft" title="sh:z 30.Januar 2012" src="http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/wp-content/uploads/tailor8-263x300.jpg" alt="" width="263" height="300" /></a> <strong></strong></p>
<p><strong>„Erinnern – Mahnen – Lernen“<br />
Gedenken an die Opfer des NS-Regimes</strong><br />
LADELUND<br />
Seit der frühere Bundespräsident Roman Herzog im Jahre 1996 den 27. Januar als Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus proklamierte, wird dieser auch in Ladelund als dem Standort einer einstigen Außenstelle des KZ Neuengamme in würdigem Rahmen begangen. Zur diesjährigen Gedenkfeier versammelten sich im Dokumentenhaus der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte außergewöhnlich viele Teilnehmer aus Deutschland, den Niederlanden und Dänemark, unter ihnen auch eine Gruppe von Einwohnern der holländischen Stadt Putten, mit der Ladelund schicksalhaft verbunden ist (wir berichteten). Das Augenmerk der Versammelten galt allen Opfern des Nazi-Regimes, ganz besonders aber dem Schicksal der 301 Gefangenen aus 13 Nationen, die im Jahre 1944 im Außenlager Ladelund ums Leben kamen und von Pastor Johannes Meyer auf dem Ladelunder Friedhof beerdigt wurden.</p>
<p>Zu den Ehrengästen, die Gedenkstättenleiterin Karin Penno-Burmeister willkommen hieß, zählten der Kreispräsident des Kreises Nordfriesland Albert Pahl, Dr. Ernst Fürsen als Honorarkonsul der Niederlande, Propst Dr. Kay-Ulrich Bronk und Evert de Graaf vom Vorstand der „Stichting Oktober 44“. Eine Serie gesprochener Grußworte brachte viel Lob und Anerkennung für die in Ladelund geleistete Gedenkstättenarbeit zum Ausdruck.</p>
<p>Pastor Harald Richter – von 1958 bis 1992 Amtsnachfolger des Johannes Meyer – hielt einen Vortrag über seine Arbeit und die des gesamten Gedenkstättenteams. Fazit: „Wir haben das Selbstverständliche getan.“ Vor seinem Rückblick gingen alle Versammelten an die Gräber der KZ-Toten, wo Karin Penno-Burmeister ein Blumengesteck mit der Textschleife „Erinnern – Mahnen – Lernen“ niederlegte.</p>
<p>Vor dem Ende der Zusammenkunft überreichte Pastor Richter dem Propsten des Kirchenkreises Dr. Bronk als symbolischen Akt eine von Überlebenden des KZ Neuengamme unterschriebene Textrolle, die er im Mai 1990 von Jugendlichen erhalten hatte. Richter wollte mit der Weitergabe der Rolle zum Ausdruck bringen, dass er die Hauptverantwortung für die Gedenk- und Begegnungsstätte an den Kirchenkreis weiterreiche.</p>
<p>Ulrich Jeß</p>
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		<title>Niemals wieder schweigen, wenn Unrecht geschieht</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 14:50:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin Penno-Burmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[27. Januar]]></category>
		<category><![CDATA[Presse-Echo]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/wp-content/uploads/tailor9.jpg"><img src="http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/wp-content/uploads/tailor9.jpg" alt="" title="shz 30. Januar 2012" width="519" height="784" class="aligncenter size-full wp-image-757" /></a></p>
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		<title>Gedenktag an die Opfer der NS- Gewaltherrschaft</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 14:14:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin Penno-Burmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[27. Januar]]></category>
		<category><![CDATA[Archiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum internationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus lädt die KZ Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund öffentlich ein. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr mit einem Gedenken an die Opfer der NS- Gewaltherrschaft und des Konzentrationslagers Ladelund. Um 18:30 Uhr hält Pastor i. R. Harald Richter einen Vortrag über die Anfänge der Gedenkstättenarbeit in Ladelund, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum internationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus lädt die KZ Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund öffentlich ein.<br />
Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr mit einem Gedenken an die Opfer der NS- Gewaltherrschaft und des Konzentrationslagers Ladelund.</p>
<p><a href="http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/wp-content/uploads/DSC08002.jpg"><img src="http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/wp-content/uploads/DSC08002-300x196.jpg" alt="Pastor i.R. Harald Richter" title="Foto: Ursula Konitzki" width="300" height="196" class="alignright size-medium wp-image-742" /></a> Um 18:30 Uhr hält Pastor i. R. Harald Richter einen Vortrag über die Anfänge der Gedenkstättenarbeit in Ladelund, die er persönlich ab 1958 wesentlich geprägt hat. Der Referent, Jg. 1927, ist ein Zeitzeuge. Er war von 1958 bis 1992 Gemeindepastor der Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Petri Ladelund und leitete die KZ- Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund bis 1995. Pastor i. R. Harald Richter befasst sich intensiv mit der historischen Forschung und unterstützt bis heute die Gedenkstättenarbeit.</p>
<p><strong>Zum Thema:</strong><br />
Die KZ Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund ist die älteste KZ- Gedenkstätte Deutschlands.  So bewertete es 1990 die Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn  nach den Kriterien<br />
a) selbstkritischen Auseinandersetzung mit der NS-Schuldgeschichte und b) Kontakt mit Betroffenen und Angehörigen der Opfergruppen. </p>
<p>Die KZ Gedenkstätte Ladelund besteht offiziell seit  Oktober 1950. Bereits im August 1946 fand an den Gräbern der Ladelunder KZ- Opfer unter der Leitung des Gemeindepastors Johannes Meyer die erste öffentliche Gedenkfeier statt, an der auch ehemalige Häftlinge beteiligt waren.<br />
Die Anfänge der Gedenkstättenarbeit in Ladelund – in Deutschland lange ohne jegliche Entsprechung &#8211; waren mühsam. Trauer, Hass und Bitterkeit warfen lange Schatten und waren nicht so schnell zu überwinden.<br />
Ausgehend von den Gräbern der 1944 von Pastor Johannes Meyer  bestatteten Toten des KZ- Außenkommandos Ladelund und den Kontakten zu den Angehörigen, vor allem in den Niederlanden, bemühte sich ab 1958 sein Amtsnachfolger Pastor Harald Richter um  die Gedenkstättenarbeit in Ladelund.</p>
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		<title>Taten ins Bewusstsein rufen</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 15:35:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin Penno-Burmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[27. Januar]]></category>
		<category><![CDATA[Presse-Echo]]></category>

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		<description><![CDATA[Taten ins Bewusstsein rufen. Gedenktag an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Ladelund Ladelund Zum Internationalen Gedenktag an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnerte die KZ Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund an Euthanasieverbrechen in Schleswig-Holstein. Über die „Tötung unwerten Lebens“ berichtete Dr. Harald Jenner, der seit den 80er-Jahren über Anstalten und Krankenhäuser in Schleswig, Kropp, Rickling [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Taten ins Bewusstsein rufen.</strong><br />
Gedenktag an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Ladelund<br />
Ladelund<br />
Zum Internationalen Gedenktag an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnerte die KZ Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund an Euthanasieverbrechen in Schleswig-Holstein. Über die „Tötung unwerten Lebens“ berichtete Dr. Harald Jenner, der seit den 80er-Jahren über Anstalten und Krankenhäuser in Schleswig, Kropp, Rickling und Lübeck recherchiert.</p>
<p>Rund 3500 Menschen aus Schleswig-Holstein wurden zwischen 1939 und 1945 in sogenannten Tötungsanstalten umgebracht, so Jenner. In Hadamar, Bernburg und weiteren Anstalten wurden im Rahmen der „Aktion T 4“ mehr als 70 000 Menschen durch Gas getötet. Weitere Mordprogramme an geistig behinderten und psychisch erkrankten Menschen folgten. Sogenannte Kinderfachabteilungen in Krankenhäusern sowie Heil- und Pflegeanstalten dienten der „Kinder-Euthanasie“, der Forschung und Tötung von Kindern und Jugendlichen, die körperlich oder geistig behindert waren. Insgesamt fielen mehr als 200 000 Menschen in Deutschland der Nationalsozialistischen Euthanasie zum Opfer.<br />
Im Prinzip sei bekannt, dass Verbrechen an Kranken und Behinderten passiert sind, aber die Einzelheiten seien kaum ins Bewusstsein gedrungen, so Jenner. Bereits vor dem ersten Weltkrieg sei der Gedanke der Eugenik weit verbreitet gewesen – die Wissenschaft von der Erblehre, Gedanken über Auslese und Theorien, nach denen die „Rasse“ gefährdet sei. Jenner: „Eine Zeit, in der man immer wieder Theorien aufstellte, warum einige Menschen wertvoll sind und andere nicht.“ Auf dieses vorgefasste Dogma habe in Deutschland 1933 aufgebaut werden können.</p>
<p>In Schleswig-Holstein begannen die ersten Abtransporte im Jahr 1941. Jenner betonte, dass im Rahmen dieser Tötungsaktion auch alte und kranke Menschen umgebracht wurden. „Das hatte nichts mehr mit dem Gedanken zu tun, sie von menschlichen Leiden zu erlösen.“ Erst in den 1980-er Jahren habe man begonnen, über diese Verbrechen in den Einrichtungen nachzuforschen.</p>
<p>Ministerpräsident Peter Harry Carstensen legte einen Kranz an den Gräbern der Ladelunder KZ-Toten nieder. Er selbst gehöre der ersten Generation an, die keinen Krieg erlebt habe, wohlbehütet aufgewachsen sei und seinerzeit nicht in der Lage war, die Umstände überhaupt zu begreifen. „An einem solchen Tag ist es auch angebracht, Dankbarkeit für das zu zeigen, was uns als Nachkriegsgeneration geschenkt worden ist“, so Carstensen.<br />
bkn<br />
<a href="http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/wp-content/uploads/shzJan.111.jpg"><img src="http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/wp-content/uploads/shzJan.111.jpg" alt="" title="shzJan.11" width="487" height="431" class="alignleft size-full wp-image-611" /></a></p>
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		<title>Gedenktag in Nordfriesland</title>
		<link>http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/shz-bericht-vom-27-januar-2011</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 15:26:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin Penno-Burmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[27. Januar]]></category>
		<category><![CDATA[Presse-Echo]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/wp-content/uploads/tailor6.jpg"><img src="http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/wp-content/uploads/tailor6.jpg" alt="" title="shz 29.1.2011" width="450" height="446" class="alignleft size-full wp-image-607" /></a></p>
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		<title>Dem Vergessen entreissen</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 15:48:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin Penno-Burmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[27. Januar]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/wp-content/uploads/25.1.11.jpg"><img src="http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/wp-content/uploads/25.1.11.jpg" alt="" title="25.1.11" width="438" height="524" class="alignleft size-full wp-image-613" /></a></p>
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		<title>Vortrag zum 27. Januar 2010</title>
		<link>http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/vortrag-zum-27-januar-2010</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 09:43:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin Penno-Burmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[27. Januar]]></category>
		<category><![CDATA[Archiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Würdigung Ladelund In der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte referierte Frank Lubowitz, Historiker und Archivar beim Bund der Nordschleswiger in Apenrade, über das Leben von Jens Jessen und dessen Weg in den Widerstand. Jens Jessens Weg in den Widerstand Historiker Frank Lubowitz referierte in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund Jens Jessen sah im Nationalsozialismus zunächst eine Bewegung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würdigung</strong><br />
Ladelund<br />
In der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte referierte Frank Lubowitz, Historiker und Archivar beim Bund der Nordschleswiger in Apenrade, über das Leben von Jens Jessen und dessen Weg in den Widerstand.</p>
<p><a href="http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/wp-content/uploads/tailor4.jpg"><img src="http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/wp-content/uploads/tailor4-300x192.jpg" alt="" title="Druckversion" width="300" height="192" class="alignleft size-medium wp-image-473" /></a></p>
<p><strong>Jens Jessens Weg in den Widerstand<br />
Historiker Frank Lubowitz referierte in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte</strong><br />
Ladelund<br />
Jens Jessen sah im Nationalsozialismus zunächst eine Bewegung, die seiner konservativen und antikommunistischen Haltung zu entsprechen schien. Seinen Weg vom Mitglied der NSDAP zum Widerstandskämpfer zeichnete Frank Lubowitz, Historiker und Archivar beim Bund der Nordschleswiger in Apenrade, in einem Vortrag in der KZ-Gedenk- und Begegungsstätte in Ladelund nach.</p>
<p>Im Jahre 1895 im damals preußischen Nordschleswig in Stoltelund bei Tingleff geboren, besuchte Jessen das „Alte Gymnasium“ in Flensburg. Im Zuge einer erstaunlich steilen wissenschaftlichen Karriere promovierte er bereits 1920 zum „Doktor der wirtschaftlichen Staatswissenschaften“ und schon drei Monate nach seinem ersten Staatsexamen zum „Doktor der Rechte“. Nach dem Ende seines Studiums war er zunächst in Dänemark für die Deutsche Bank, danach in der Position eines stellvertretenden Direktors einer Außenhandelsfirma in Südamerika tätig.</p>
<p>Durch den Gauleiter für Hannover-Braunschweig, Bernhard Rust, geriet er in Göttingen in Kontakt zum Nationalsozialismus. 1930 trat er der NSDAP bei. 1933 avancierte er zum Professor für Volkswirtschaft, Weltwirtschaftslehre und Finanzwissenschaften der Kieler Universität und zum Leiter des Instituts für Weltwirtschaft und Seeverkehr. Eine Reihe von Konflikten mit der NSDAP, insbesondere seine Äußerungen des Unmuts über Korruption, Bereicherung und Postenschieberei, denen er aus Sorge um das Ansehen seines Staates nicht tatenlos zusehen mochte, brachten ihm 1934 eine Strafversetzung nach Marburg ein. Trotz dieser Eintrübung des Verhältnisses zu seiner Partei „blieb Jessens Verhältnis zum Nationalsozialismus noch weitgehend ungebrochen“ (Lubowitz).</p>
<p>Erst seine Berührung mit dem politisch und geistig elitären Kreis der „Mittwochsgesellschaft“, aus der später ein Kern des bürgerlich-konservativen Widerstandes gegen das Naziregime hervorgehen sollte, brachte ihn zur Einsicht, „dass Recht und Gesetz in Deutschland nicht mehr zu Hause“ seien sowie auf den Gedanken, einen „völkischen Führerstaat ohne Hitler“ anzustreben. Ihm war aber „bewusst, dass eine geheime Opposition mit dem Ziel, das Staatswesen von einem Diktator zu befreien, nur mit Hilfe solcher Personen erreicht werden kann, die selber durch Mitarbeit an den politischen und militärischen Aufgaben Schlüsselstellungen innehaben und im näheren Umkreis der Macht stehen.“ So wuchs Jens Jessen in die Gedanken und Aktivitäten der Widerstandskämpfer, also in die „Verschwörung im Zentrum der Macht“, hinein und entwarf später sogar selbst den Plan für das Attentat, das Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 misslang.</p>
<p>Nach seiner Gefangennahme wurde sein Todesurteil mit der „Nichtanzeige eines hochverräterischen Unternehmens in einem besonders schweren Falle“ begründet und durch den Strang vollstreckt. Frank Lubowitz wies abschließend darauf hin, dass 1994 bei einer Kranzniederlegung am Gedenkstein zu Ehren von Jens Jessen ein ehemaliger dänischer Widerstandskämpfer seine blau-weiß-rote Armbinde abgestreift und sie – „als Symbol der Dankbarkeit gegenüber Frauen und Männern wie Jens Jessen“ am Stein niedergelegt habe. Dies sei um so bemerkenswerter, als der Bruder des Mannes von der deutschen Besatzung in Kolding erschossen wurde.<br />
ji</p>
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		<title>27. Januar 2010 &#8211; Vortrag “Der Nordschleswiger Jens Jessen und der bürgerliche Widerstand gegen Hitler”</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 17:22:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin Penno-Burmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[27. Januar]]></category>
		<category><![CDATA[Archiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus der Berichterstattung des sh:z Vortrag über Jens Jessen In der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte in Ladelund hielt Frank Lubowitz von der Historischen Forschungsstelle der deutschen Volksgruppe in Apenrade anlässlich des Gedenktages einen Vortrag über Jens Jessen: Der Nordschleswiger gehörte zum engeren Kreis der am Attentatsplan gegen Hitler Beteiligten. 1935 war Jessen als Professor für Nationalökonomie nach Berlin berufen worden: Hier erhielt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus der Berichterstattung des sh:z</p>
<p><strong>Vortrag über Jens Jessen</strong></p>
<p>In der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte in Ladelund hielt Frank Lubowitz von der Historischen Forschungsstelle der deutschen Volksgruppe in Apenrade anlässlich des Gedenktages einen Vortrag über Jens Jessen: Der Nordschleswiger gehörte zum engeren Kreis der am Attentatsplan gegen Hitler Beteiligten. 1935 war Jessen als Professor für Nationalökonomie nach Berlin berufen worden: Hier erhielt er über die &#8220;Mittwochs-Gesellschaft&#8221; Zugang zu Kreisen des Widerstandes gegen die national-sozialistische Gewaltherrschaft. Jessen wurde nach dem Scheitern des Anschlages vom 20. Juli 1944 verhaftet und am 30. November 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gedenktag am 27. Januar 2010 in Ladelund</title>
		<link>http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/gedenktag-in-ladelund-freundschaft-ein-kleines-wunder</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 08:51:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin Penno-Burmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[27. Januar]]></category>
		<category><![CDATA[Presse-Echo]]></category>

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		<description><![CDATA[Gedenktag in Ladelund Freundschaft &#8211; ein kleines Wunder sh:z am 29. Januar 2010  Von Ulrich Jeß In der KZ- Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund wurde am Mittwoch an die vor 65 Jahren erfolgte Befreiung des KZ Auschwitz und die Opfer der am 30. Januar 1933 begonnenen nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnert. Anlass war der Internationale Gedenktag. Die Leiterin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gedenktag in Ladelund</strong></p>
<p><strong>Freundschaft &#8211; ein kleines Wunder</strong></p>
<p>sh:z am 29. Januar 2010  Von Ulrich Jeß</p>
<p><a href="http://www.shz.de/artikelbilder.html?user_dimbildergalerie_pi1%5Bbildid%5D=1&amp;user_dimbildergalerie_pi1%5Bbildlistid%5D=1&amp;user_dimbildergalerie_pi1%5Bgalnewsid%5D=1254076&amp;user_dimbildergalerie_pi1%5Bgalnewsbackpid%5D=160"></a></p>
<p><a href="http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/wp-content/uploads/Bild-11.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-457" title="Gudrun Jessen-Hansen legt ein Blumengebinde nieder. Foto: Ulrich Jeß" src="http://www.kz-gedenkstaette-ladelund.de/wp-content/uploads/Bild-11-300x200.png" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>In der KZ- Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund wurde am Mittwoch an die vor 65 Jahren erfolgte Befreiung des KZ Auschwitz und die Opfer der am 30. Januar 1933 begonnenen nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnert. Anlass war der Internationale Gedenktag. Die Leiterin der gastgebenden Einrichtung, Karin Penno-Burmeister, richtete Worte des Grußes an das holländische, seit vielen Jahren in die &#8220;Versöhnung über den Gräbern&#8221; aktiv einbezogene Ehepaar Willie und Aart Kleyer aus Putten sowie an eine Gruppe von Gästen aus Dänemark. Zu letzteren zählte auch der Frank Lubowitz (Apenrade), Historiker und Archivar beim Bund der Nordschleswiger. Er hielt an diesem Abend einen Vortrag zum Thema &#8220;Der Nordschleswiger Jens Jessen im bürgerlichen Widerstand gegen Hitler&#8221;.</p>
<p><strong>&#8220;Kann Schmerz verjähren?&#8221;</strong><br />
Der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenkreises Nordfriesland, Hans-Joachim Ihloff (Leck), stellte &#8220;an diesem Tag der Erinnerung, Aufklärung und Mahnung an einem authentischen Ort menschenverachtender Grausamkeit und unvorstellbaren Leids&#8221; die Frage: &#8220;Kann Schmerz verjähren?&#8221; Der Frage nach dem &#8220;Warum&#8221; der den Gepeinigten zugefügten körperlichen und seelischen Wunden stehe man auch nach 65 Jahren noch sprachlos gegenüber. &#8220;Deshalb bleibt Auschwitz ständig gegenwärtig,&#8221; so Ihloff. Dass es in Ladelund dennoch gelungen sei, auf der Basis des christlichen Glaubens mit den Nachfahren der mehr als 300 von Pastor Johannes Meier auf dem Friedhof beerdigten KZ-Gefangenen Freundschaft zu schließen, sei &#8220;ein kleines Wunder und große Verpflichtung zugleich.&#8221;</p>
<p><strong>Häufig die Schuld verdrängt</strong><br />
Karin Penno-Burmeister erinnerte an den Beginn der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, die &#8220;durch Gleichschaltung, Zwangsmaßnahmen, Willkür, Raub, Kontrolle, Denunziation, Hass auf alle Juden, Unrechtsurteile, Verfolgungen und Vernichtung gekennzeichnet&#8221; gewesen sei. Die &#8220;Begierde, nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg die Scham und Schmach zu überwinden und der Welt neue Stärke entgegen zu setzen sowie die Hoffnung auf neue Arbeitsplätze, finanzielle Entlastung und wirtschaftlichen Aufschwung nach Zeiten der Regression, aber auch so menschliche Gefühle wie Neid, Missgunst und Misstrauen, Habgier, Geltungsbedürfnis, Angst und Feindseligkeit&#8221; hätten nach der Machtübernahme Hitlers der nationalsozialistischen Herrschaft den Boden bereitet. Viele Menschen, die im Alltag durch Wegsehen Schuld auf sich luden, hätten dies lange Zeit verdrängt.</p>
<p><strong>Erinnerung</strong><br />
Am Anschluss begaben sich Gäste an die Gräber der KZ-Toten, wo Gudrun Jessen-Hansen, stellvertretende Vorsitzende des Gedenkstättenausschusses, ein Blumengebinde niederlegte.</p>
<p><strong> </strong></p>
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