header image

Zähler

    Besuche seit dem 1.6.2007:
  • 555668
veröffentlicht am 14. November 2011

Nach über 20 Jahren kam das „Projekt Panzergraben“ in Ladelund zu einem gelungenen und würdigen Abschluss.

Der Panzerabwehrgraben in Ladelund, historischer Ort der Zwangsarbeit von über 2000 KZ Häftlingen aus dem Jahre 1944, ist heute in weiten Teilen verfüllt und überwachsen, in Teilabschnitten aber noch offen liegend und erkennbar. Seit 1999 stehen einige seiner Abschnitte unter Denkmalschutz.

Im November 2010 wurde an seinem Verlauf nördlich des Dorfes zwischen dem ehemaligen Lagergelände und dem Dokumenten- haus der Gedenkstätte eine 7,50 m hohe, 29 t schwere Stele aus massivem, freihandgeschmiedetem Eisen errichtet. Der Bildhauer Ansgar Nierhoff (1941-2010), einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Gegenwart, schuf dieses Kunstwerk „Das Mal“ als Denk- und Mahnmal, als Sühnezeichen. Es soll wie eine Landmarke den Ort weithin sichtbar markieren.
An diesem Standort wurde im Juni 2011 ein Teilabschnitt des Panzerabwehrgrabens von ca. 30 Metern Länge durch das archäologische Landesamt freigelegt und als historischer Ort wieder erkennbar gemacht.
Mit dem Mal von Ansgar Nierhoff und dem freigelegten Abschnitt des Panzerabwehrgrabens hat die KZ- Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund einen eindrucksvollen und wertvollen Ort der Erinnerungskultur, der Information und Vermittlungsarbeit am historischen Ort hinzu gewonnen.
Am Volktrauertag, den 13. November 2011 wurde er der Öffentlichkeit präsentiert und in einer Feierstunde von mehr als 120 Gästen aus dem In- und Ausland gewürdigt.

Kommentare sind derzeit geschlossen.

 

»