Die historisch- wissenschaftliche Ausstellung über das KZ Ladelund 1944 wurde von dem Flensburger Historiker Dr. Jörn-Peter Leppien in Zusammenarbeit mit Klaus Bästlein und Dr. Johannes Tuchel (Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin) im Jahre 1990 geschaffen.
Sie erinnert an das Schicksal der Häftlinge, macht deutlich, wie dieses Konzentrationslager entstehen konnte, wie sich die einheimische Bevölkerung dazu stellte, welchen Bedingungen die Häftlinge ausgesetzt waren und welche Schuld die Täter auf sich luden. Die Ausstellung will aber auch zeigen, wie es nach 1945 zu einer Annäherung zwischen Ladelundern und den Angehörigen der Opfer gekommen ist.
Diese Ausstellung erinnert an das Schicksal der Häftlinge von Ladelund. Sie macht deutlich, wie dieses Konzentrationslager entstehen konnte, welchen Qualen die Häftlinge ausgesetzt waren, welche Schuld die Täter auf sich luden und wie sich das Dorf zum Konzentrationslager stellte.
Die Ausstellung will besonders nachgeborenen Geneartionen eine Auseinandersetzung mit den Geschehnissen ermöglichen. Sie dokumentiert exemplarisch die brutale Realität der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.
Ladelund war nur eines von über 85 Außenkommados der KZ Neuengamme und eines von über 1000 derartigen Lagern in ganz Deutschland. Sie alle mahnen uns, die Würde des Menschen zu achten.
Wissenschaftliche Leitung der Ausstellung: Dr. Jörn-Peter Leppien, Flensburg
Mitarbeit: Klaus Bästlein und Dr. Johannes Tuchel, Berlin
Gestaltung: Christian und Johannes Jaxy
Planung und Organisation: Arbeitskreis selbstständiger Kultur-Institute e.v., Bonn
Die Dokumentation geht in wesentlichen Bereichen auf die Wanderausstellung „KZ Ladelund 1944“ zurück, die 1982/84 von einer Schülergruppe der Auguste- Viktoria-Schule in Flensburg unter der Leitung von Dr. Jörn-Peter Leppien erarbeitet wurde.
Das Modell des KZ Ladelund ist ein Geschenk der Auguste-Viktoria-Schule. Es wurde von Schülerinnen und Schülern unter der Leitung ihres Kunsterziehers Marcus Holstein 1989/90 angefertigt.