Gemeinsam für eine friedlichere Welt
Kranzniederlegungen zum Antikriegstag in Schwesing und Ladelund / Arbeit der Gedenk- und Begegnungsstätte gewürdigt
Ladelund/Schwesing
Zum 14. Mal fand sich anlässlich des gestrigen Antikriegstages, der an den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges vor 71 Jahren (1. September 1939) erinnert, eine Abordnung des Deutschen Gewerkschaftsbundes Schleswig-Holstein (DGB) in Ladelund ein, um an den Gräbern der Gefangenen der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund einen Kranz niederzulegen.
Wie in den Jahren zuvor, schlossen sich auch die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten“, vertreten durch deren Vorsitzenden Ludwig Hecker und eine Delegation der Partei „Die Linke“ der Zeremonie an. Der DGB-Vorsitzende Regional-Nord, Helmut Hartmann, brachte den Leitgedanken auf den Punkt: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Keine Auslandseinsätze!“ Besonders hervor hob er die Arbeit der Ladelunder Gedenkstätte als älteste Einrichtung ihrer Art in Deutschland, die seit sechs Jahrzehnten in vorbildlicher Weise die „Versöhnung über den Gräbern auf der Basis des christlichen Glaubens“ praktiziere und es dabei nicht bei Lippenbekenntnissen bewenden lasse, sondern gewachsenen Freundschaften zwischen den Nachfahren der KZ-Gefangenen aus Putten und Einwohnern des Dorfes Ladelund pflege und ständig vertiefe.

Auch auf dem Gelände der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte in Schwesing erinnerte Hartmann an Kriege und deren Auswirkungen auf die Bevölkerung. Er forderte mit Nachdruck eine Beendigung der Bundeswehreinsätze in Afghanistan. Gemeinsam mit Landrat Dieter Harrsen legte er auch hier Kränze nieder. Schwesing sei der richtige Ort, um zu Gedenken und sich der besonderen Verantwortung bewusst zu werden, sagte Harrsen. „Jeder ist verpflichtet, aus der Geschichte zu lernen.“ Für Hartmann ist das Gedenken mehr als nur eine Rückschau. Damit ehre man einerseits die Opfer des NS-Regimes. „Andererseits verurteilen wir jede Form der Gewaltherrschaft, die es leider in dieser Welt immer noch gibt.“ Der 1. September sei deshalb eine Mahnung und eine Verpflichtung.
ji/hjm