Ladelund
Die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte besteht seit 60 Jahren. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen besuchte gestern die Einrichtung und informierte sich bei Leiterin Karin Penno-Burmeister über die Arbeit.
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Einsatz gegen das Vergessen gewürdigt
Ministerpräsident Peter Harry Carstensen besuchte erstmals die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund
Ladelund
Auf Einladung des CDU-Ortsverbands Ladelund, ausgesprochen vom Vorsitzenden Wilfried Dix, besuchte der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen, am gestrigen Vormittag zum ersten Mal die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte der Ladelunder Kirchengemeinde St. Petri. Anlass seines Besuches war das 60-jährige Bestehen der Einrichtung, die nach Überzeugung der Bundeszentrale für politische Bildung die älteste Einrichtung ihrer Art in Deutschland darstellt.
Bei seinem Rundgang durch die wissenschaftliche Dauerausstellung, die sich mit dem ehemaligen Außenlager Ladelund des Konzentrationslagers Neuengamme, den örtlichen politischen Verhältnissen jener Zeit und ganz besonders mit den Zeugnissen einer „Versöhnung über den Gräbern auf der Basis des christlichen Glaubens“ befasst, wurde Carstensen von der Gedenkstättenleiterin Karin Penno-Burmeister geführt. Begleitet haben sie der Propst des Kirchenkreises Nordfriesland, Dr. Kay-Ulrich Bronk, der Ladelunder Gemeindepastor Hans-Joachim Stuck sowie Kommunalpolitiker.
Anschließend befragt nach seinem persönlichen Eindruck von der Gedenkstätte sagte der Ministerpräsident, er sei „außerordentlich beeindruckt“. „Dass Ladelund Standort des KZ-Außenlagers wurde, ist Zufall. Aber wie Ladelund mit seiner Vergangenheit umgegangen ist und weiterhin umgeht, ist in höchstem Grade anerkennenswert.“ Als „segensreiche Besonderheit“ der Ladelunder Gedenk- und Begegnungsstätte wertete Carstensen, dass deren Dokumentenhaus in unmittelbarer Nähe zu den Gräbern der insgesamt 301 ermordeten Gefangenen aus 13 Nationen liege. Hohen Respekt zollte er auch dem Lebensweg und dem Mut des damaligen Pastors Johannes Meyer, der die Beerdigung der Ermordeten durchsetzte, heimlich deren Namen festhielt und nach dem Ende des Krieges Kontakt zu deren Familien aufnahm.
Der Ministerpräsident sagte, das Lager habe als KZ nur eine sechswöchige, aber dramatische Geschichte gehabt, als Lager mit anderen Funktionen jedoch eine weit längere: zunächst als Unterkunft des Reichsarbeitsdienstes, nach dem Krieg als Sanitätslager, Standort von Schul- und Wohnbaracken sowie Poststelle. „Lagergeschichte bewegt uns und ist Grundlage so mancher Dinge, die wir zu entscheiden haben. Man denke nur an Diskussionen über die Betonstraße, die ohne das Lager gar nicht entstanden wäre.“ Zur Gedenkstättenarbeit im Ort sagte Carstensen abschließend: „Bemerkenswert ist, dass es hier nicht nur das Gebäude und die Gräber gibt, sondern dass hier die Geschichte von Ladelundern aufgearbeitet wurde. Ladelund gehört mit zu den Orten, wo der Heldengedenktag sehr früh zum Volkstrauertag gemacht wurde.“
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Beeindruckt in Ladelund
Ladelund
„Stark beeindruckt“ zeigte sich Ministerpräsident Peter-Harry Carstensen gestern nach seinem Besuch in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte der Ladelunder Kirchengemeinde St. Petri. Anlass seines Besuches war das 60-jährige Bestehen der Einrichtung. Bei seinem Rundgang durch die wissenschaftliche Dauerausstellung, die sich mit dem Außenlager Ladelund des KZ Neuengamme, den örtlichen politischen Verhältnissen jener Zeit und mit den Zeugnissen einer „Versöhnung über den Gräbern auf der Basis des christlichen Glaubens“ befasst, wurde Carstensen von der Gedenkstättenleiterin Karin Penno-Burmeister geführt.
U. Jeß