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Seit mehr als 60 Jahren gibt es in Ladelund Gedenkstättenarbeit. Die Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn bewertet nach den Kriterien einer selbstkritischen Auseinandersetzung mit der NS-Schuldgeschichte im Kontakt mit Betroffenen und Angehörigen der Opfergruppen die KZ Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund damit als die älteste KZ Gedenkstätte Deutschlands.

Am Volkstrauertag 2010, dem traditionellen Tag der Gedenkens und der internationalen Begegnungen in Ladelund, wurde in besonderer Weise das 60-jährige Bestehen der KZ Gedenk- und Begegnungsstätte gewürdigt.

  • NDR Fernsehbericht über “60 Jahre KZ Gedenkstätte Ladelund”
  • Im November und Dezember 1944 hatte der Gemeindepastor Johannes Meyer 301 Tote aus dem KZ Aussenkommando Ladelund am nördliche Rand des Gemeindefriedhofes begraben; ihre Namen sind im Beerdigungsregister der Kirchengemeinde verzeichnet. Unmittelbar nach Ende des Krieges schrieb er Briefe an die Heimatadressen der Toten, um mit den Angehörigen Kontakt aufzunehmen.
    Bereits im August 1946 fand unter der Mitwirkung ehemaliger Häftlinge die erste öffentliche Gedenkveranstaltung an den Gräbern der Ladelunder KZ Toten statt.
    1950 wurden die Gräber der KZ Toten zu einer würdigen Grabanlage gestaltet, die bis heute erhalten ist.
    An dem Gräbern werden auf 3 Bronzetafeln die Namen der Toten aus 13 Nationen genannt.
    Gedenken an den Gräbern in Ladelund 1950Am 31. Oktober 1950 kamen 130 Angehörige der KZ Opfer aus den Niederlanden nach Ladelund, um die Gräber zu besuchen und in der Ladelunder Kirche St. Petri der Toten zu gedenken.
    Damit begann in der kleinen und nördlichsten Gedenkstätte Deutschlands die Geschichte von Begegnungen, Verständigung und Versöhnung, die bis heute einmalig in der Gedenkstättenlandschaft ist.

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