Die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte der Kirchengemeinde Ladelund gilt als die älteste KZ-Gedenkstätte Deutschlands.
Die Anfänge:
Nach Kriegsende 1945:
Der Gemeindepastor der Kirchengemeinde Ladelund, Johannes Meyer, der 1944 die KZ-Toten begraben und ihre Namen verzeichnet hatte, suchte den Kontakt mit den Angehörigen und erreichte mit Briefen an die Angehörigen viele Familien in dem niederländschen Dorf Putten, aus dem die größte Gruppe der KZ-Opfer stammte.
1950
130 Angehörige der KZ-Opfer aus aus den Niederlanden besuchten die Gräber in Ladelund. Mit dem gemeinsamen Gedenken an den Gräbern begann offiziell die Gedenkstättenarbeit in Ladelund unter Beteiligung Betroffener.
Pastor Meyer folgte der ersten Einladung nach Putten und predigte dort in der Alten Kirche. Als eindrucksvolles Zeichen der Versöhnungsbereitschaft wurde ihm von der Gemeinde Putten ein kristallner Abendmahlskelch überreicht.
1958
Pastor Johannes Meyer ging in den Ruhestand und wurde in der Gemeindepfarrstelle von dem jungen Hilfsprediger Harald Richter abgelöst. Harald Richter übernahm und verstärkte die Kontakte zu den Angehörigen der KZ-Opfer, die Arbeit des Gedenkens und der Begegnungen an den Gräber.

2006
Mit den Jahren wuchs die besondere Verbundenheit einer wachsenden Zahl von Menschen aus der Kirchengemeinde St. Petri Ladelund und der Region mit Angehörigen und überlebenden Häftlingen aus den Niederlanden, Polen, Dänemark und anderen der insgesamt 13 Ländern, in denen die KZ-Opfer beheimatet waren.