Die Häftlinge trafen bereits unterernährt und geschwächt in den nordfriesischen Lagern Ladelund und Husum-Schwesing ein. Hier war die Todesrate so hoch, dass diese Außenlager in Neuengamme als „Todeslager” berüchtigt waren.
In den Baracken, in deren Räume für wenige hundert Männer ausgelegt waren, mussten sowohl in Ladelund als auch in Husum-Schwesing jeweils über 2000 Häftlinge unterkommen. Sie schliefen auf dem nackten Boden oder auf groben Holzbrettern. Matratzen gab es nicht, lediglich etwas Stroh.
Die offiziellen Ernährungssätze waren Hungerrationen, aber die Häftlinge erhalten nicht einmal diese. Zu essen gab es kaum mehr als ein bisschen schlechtes Brot und eine dünne Wassersuppe. Die Bewacher behandelten die Gefangenen mit Willkür und Brutalität.
Vor allem an Unterernährung, Seuchen, Unterkühlung, Erschöpfung und Misshandlungen starben allein in Ladelund innerhalb von nur 6 Wochen 301 Häftlinge.
Viele Häftlinge starben nach der Auslösung des Lagers auf dem Rücktransport oder nach der Befreiung an den Folgen des Lageraufenthalts.