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veröffentlicht am 24. März 2010



 

Paul Edlef Petersen aus Westre, weithin bekannt als PEP, verstarb am Donnerstag, den 18. März im Alter von 78 Jahren. Rund 350 Menschen erwiesen ihm bei der Trauerfeier in der Kirche St. Petri Ladelund und im Dokumentenhaus der KZ Gedenk- und Begegnungsstätte die letzte Ehre.

Als Jugendlicher hatte Paul Edlef Petersen sie gesehen: Die KZ Häftlinge in Ladelund, geschundene, abgemagerte, nur unzulänglich bekleidete verzweifelte Menschen in Wind, Kälte und Regen bei den Schaufelarbeiten in sinnlosen Panzergräben. Das war im November und Dezember 1944 gewesen. Seither haben ihn diese Erinnerungen nie losgelassen.

Als Paul Edlef Petersen 1985 einen Gedenkstein stiftete, der seither am ehemaligen Lagergelände des Konzentrations-lagers Ladelund erinnert und mahnt, gab es, selbst 40 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus, noch immer Menschen, die an diesem Stein Anstoß nahmen. So sah sich PEP manchen Anfeindungen ausgesetzt, sogar sein Betrieb für Schlosserei und Landmaschinentechnik in Westre wurde von Einigen boykottiert. Dennoch blieb Paul Edlef Petersen unbeirrt und stand in den darauf folgenden Jahren bis zu seinem Tode nahezu kämpferisch zur Gedenkstätte. Besonders das Erscheinungsbild und die Pflege der Gräber der 301 KZ- Toten auf dem Friedhof in Ladelund und der Außenanlagen der Gedenkstätte lagen ihm am Herzen.

Er engagierte sich aktiv im Gedenkstättenausschuss und pflegte die Kontakte mit Menschen aus den Niederlanden. Mehr als 30 Jahre lang nahmen er und seine Frau Anna regelmäßig Gäste aus den Niederlanden, darunter auch Überlebende der KZ Haft und Angehörige der Ladelunder KZ-Opfer, gastfreundlich in ihrem Haus auf. Im Jahr 2003 wurde er in Anerkennung seines beispielhaften Engagements für die Arbeit des Gedenkens und der Versöhnung mit dem Ansgarkreuz der Nordelbischen Kirche ausgezeichnet.

Nachruf an Paul Edlef Petersen

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