Gedenken an die Razzia am 2. Oktober in Putten
Alljährlich kommen am 2. Oktober in Putten / Niederlande hunderte von Menschen am Mahnmal der trauenden Witwe zusammen, um sich miteinander an die Razzia vom 1./ 2. Oktober 1944 zu erinnern.
In Folge einer Widerstandaktion, bei der ein Offizier der Wehrmacht den Tod fand, fiel die gesamte Bevölkerung der Gemeinde Putten einer Vergeltungsmaßnahme der Deutschen Besatzer zum Opfer: Alle Männer im wehrfähigen Alter wurden deportiert, die Frauen und Kinder mussten das Dorf verlassen, die Häuser wurden niedergebrannt. Von den 602 deportierten Männern, die über das Lager Amersfoort Mitte Oktober ins Konzentrationslager Hamburg- Neuengamme gebracht wurden, überlebten nur 49. Viele haben als Häftlinge unter erbärmlichen Bedingungen in den nordfriesischen Aussenkommandos Ladelund und Husum-Schwesing gelitten, allein in Ladelund starben 111 von ihnen in der Zeit vom 1. November bis 16. Dezember 1944.
Seit Jahrzehnten werden zwischen Ladelund und Putten das gemeinsame Gedenken und die Begegnungen gepflegt, aus denen Verständigung und Versöhnung erwachsen sind.